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Podcast: Von der Verwaltung für die Verwaltung - Modul-F : Felix Schmitt - Digitale Kommunale Strategien
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Aus der Verwaltung für die Verwaltung: Modul-F vereinfacht die Verwaltungsdigitalisierung

Seit dem 1. Dezember ist das OZG in Kraft. Digital sind aber weder die Verwaltungen, noch die Verwaltungszugänge. Gerade die Verwaltungsdigitalisierung, die nicht einmal Teil des Onlinezugangsgesetzes ist, stellt Verwaltungen noch immer vor schier unbezwingbare Herausforderungen. Gerade kleineren Kommunen fehlt oft das notwendige Wissen, die Werkzeuge und Personalkapazitäten, um Prozesse zu digitalisieren. Genau hier will Modul-F, eine Entwicklung der Senatskanzlei Hamburg, ansetzen. Modul-F soll eine Plattform sein, die mit einfachsten Mitteln Fachverfahren oder Schnittstellen erzeugt, wo sie sonst fehlen. Damit sollen Verwaltungen in die Lage versetzt werden, ohne Programmierkenntnisse und große Budgets, Dienstleistungen und dahinterliegende Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren. Bevor die Plattform Anfang des Jahres online geht, habe ich mit Zehra Öztürk und Sophie Park aus dem Amt für IT und Digitalisierung in Hamburg gesprochen.
Zehra Öztürk leitet das Programm Steuerung Fachverfahren im Amt für IT und Digitalisierung der Freien und Hansestadt Hamburg und Sophie Park leitet stellvertretend das Projekt MODUL-F – Modulare Lösung für Fachverfahren – im Amt für IT und Digitalisierung der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

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Zehra Öztürk auf LinkedIn

Sophie Park auf LinkedIn

Bei Fragen und Interesse an MODUL-F gerne an folgendes Funktionspostfach wenden: 
projekt-modul-f@sk.hamburg.de

Transkript

Felix Schmitt:

Herzlich willkommen zu Folge 35 meines Podcasts zur kommunalen Digitalisierung. Name ist Felix Schmitt. Ich bin dein Moderator und Begleiter auf dem Weg in die kommunale Digitalisierung.


Seit dem 1. Dezember ist das OZG in Kraft. Digital sind aber weder die Verwaltungen noch die Verwaltungszugänge. Gerade die Verwaltungsdigitalisierung, die nicht einmal Teil des Onlinezugangsgesetzes ist, stellt Verwaltung noch immer vor schier unbezwingbare Herausforderungen. Gerade kleineren Kommunen fehlt oft das notwendige Wissen, die Werkzeuge und Personalkapazitäten um Prozesse zu digitalisieren. Genau hier will Modul-F, eine Entwicklung der Senatskanzlei Hamburg, ansetzen. Modul-F soll eine Plattform sein, die mit einfachsten Mitteln Fachverfahren oder Schnittstellen erzeugt, wo sie sonst fehlen.

Damit sollen Verwaltung in die Lage versetzt werden
ohne Programmierkenntnisse und große Budgets, Dienstleistungen und dahinter liegende Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren.
Bevor die Plattform Anfang des Jahres online geht, habe ich mit Zehra Östürk und Sophie Park aus dem Amt für.
T- und Digitalisierung in Hamburg gesprochen. Zehra ist Projektleiterin von Modul-F und Sophie ihre Stellvertreterin.

Hallo Zehra, ich grüße dich. 

 

Zehra Öztürk:

Hallo, guten Tag. 

 

Felix Schmitt:

Zehra, du bist die Projektleiterin von Modul-F. Aber was ist Modul-F? Ist das eine Prozessmanagementplattform oder designt ihr Formulare oder rettet ihr das OZG? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Zehra Öztürk:

 

Alles und nichts von dem, was du gesagt hast. Also Modul-F, das steht für modulare Lösung für Fachverfahren. Es ist ein Titel, den sich meine Kollegin Sophie und ich mal vorgestellt, ähm ausgedacht haben, weil wir einen Titel gebraucht haben, der ein bisschen sprechender ist als die Projekttitel, die man sonst so in Verwaltung kennt und der beschreiben soll, was wir eigentlich machen möchten, nämlich eine Fachverfahrensplattform. Also eine Plattform zur Erstellung und zum Betrieb von Fachverfahren, die nach dem modularen Baukastensystem einfach und schnell zusammengefügt werden können. Das heißt, es hat was mit Prozessen zu tun, es hat was mit OZG zu tun und es hat was mit Digitalisierung zu tun. Aber das wir jetzt das OZG retten, das glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass wir einen Schritt schon in die Zukunft denken, weil wir wissen, was nach dieser schweren Aufgabe der Digitalisierung hin zu den Bürger*innen, Dienstleistungen
alles noch passieren muss und das ist eben die interne Verwaltungsdigitalisierung. Das heißt Anwendungen, die wir brauchen
im Bauch der Verwaltung, die eben auch digitalisiert werden müssen und das soll diese Plattform mit unterstützen. Es soll eine Lösung sein, die ich hiermit ansetzt und dafür steht. 

Felix Schmitt:

Sophie, auch dir ein herzliches Willkommen hier. Wen habt ihr denn im Blick? Wer soll denn später mal diejenigen sein, die Modul-F dann auch nutzen und wie würden sie das auch tun.

 

Sophie Park: 

Grundsätzlich soll Modul-F die Lösung auch wirklich bundesweit nachnutzbar sein, das heißt für alle Kommunen, die Modul-F nutzen wollen, aber natürlich auch für Bundesverwaltungen und für Bundesländer. Also wirklich alle Verwaltungen bundesweit sollen davon profitieren.

 

Felix Schmitt:

Und innerhalb einer Verwaltung, wo gehört denn Modul-F da hin? Ist das etwas, womit die die Sachbearbeiterinnen, Sachbearbeiter selber arbeiten würden oder geht es da drum, die Fachverfahren dort zu integrieren
damit es dann zu einem späteren Zeitpunkt für die Kolleginnen und Kollegen dort einfacher wird.

Sophie Park:

Genau, das ist jetzt, je nachdem, was man von Modul-F sich anschaut. Letztendlich ist es ja eine Plattform, mit der man auch schneller und einfach ein Fachverfahren entwickeln kann und die interne Sachbearbeitung an sich wirklich hat dann eher mit den Fachverfahren, die erstellt wurden, zu tun. Also das heißt, wir haben jemanden, den wir befähigen, sei es jetzt ein IT-Bereich in der Verwaltung direkt oder auch bei einem IT-Dienstleister, der dann dieses Fachverfahren designt, nennen wir das aktuell, und die interne Sachbearbeitung am Ende hat dann natürlich mit dem Fachverfahren an sich mit der Anwendung dann zu tun.

 

Felix Schmitt:

Das heißt, es geht gar nicht in erster Linie immer darum, bestehende Fachverfahren ähm entweder eingekaufte oder vielleicht auch von einem eigenen Rechenzentrum bereits vorhandene Fachverfahren zu integrieren, sondern auch da vielleicht kein Fachverfahren ist, sie selber auch zu bauen. Habe ich das richtig verstanden.

 

Zehra Öztürk:

Genau, also es geht vor allem darum, da Fachverfahren zu erstellen, wo noch keine sind. Wir nennen das immer liebevoll unsere Digitalisierung Stiefkinder. Das hat nämlich auch eine Historie zu diesem Begriff gekommen sind. In der Hamburger Verwaltung haben wir uns mal angeschaut
wo wir eigentlich schon nach dem Onlinedienst eine gute Fachverfahrensunterstützung haben im Themenfeld, Unternehmensführung und Entwicklung und dabei haben wir festgestellt, na ja ganz so schlecht sind wir nicht aufgestellt aber wir haben eben halt auch diese kleinen News cases, vielleicht aber auch häufig vorkommen, aber eine Komplexität nicht so schwierig in der Abarbeitung sind
wo es einfach keine guten Lösungen aufm Markt gibt, wo es keine Fachverfahren gibt, wo es sich nicht lohnen würde, ein Fachverfahren wirtschaftlich zu entwickeln wo sich Kolleginnen mit Excel Lösungen behelfen, wo sie mit Mails und äh Word-Dokumenten arbeiten und ähm solche Use Cases haben wir festgestellt, gibt es relativ viele in Verwaltung, die eher kleiner Natur sind. Deshalb gibt’s da auch keine guten Lösungen für und da haben wir festgestellt, dass die aber einen großen Beitrag zur Gesamtdigitalisierung leisten können, wenn wir eben dort auch Lösungen bauen könnten, Anwendungen bauen könnten, die interagiert mit ihrer Umwelt arbeiten. Das heißt, auf deine Frage bezogen. Nochmal ja, wir wollen da digitalisieren, wo’s noch keine Anwendungen gibt. Diese sollen aber selbstverständlich mit Bestandslösungen zusammenarbeiten können. Ähm das heißt, es können auch zum Beispiel Brückenanwendungen sein, die vielleicht bis dahin noch gar nicht so vorhanden waren und deshalb ist die Lösung halt auch modular gedacht, damit es eben in unterschiedlichen Situationen auf unterschiedliche Bedarfe auch angepasst und zugeschnitten werden kann. Das heißt, ich kann eine Anwendung bauen für das ganze Thema, Weiterbearbeitung von äh Anträgen. Ich
kann aber auch sagen, ich brauche hier eine Lösung, die gar nichts mit Onlineanträgen zu tun hat, sondern wo ich einfach nur zwischen zwei großen Fachverfahren so zwei, drei simple Bearbeitungsschritte habt
wo ich bisher nichts anderes habe und auch keine Schnittstelle und nichts bauen kann, weil die Hersteller das nicht hergeben. Auch dafür wäre beispielsweise unsere Lösung durchaus gut gedacht.

 

Felix Schmitt:

Vorhin schon erwähnt, ja Microsoft Excel ist so das weit verbreitetste Fachverfahren in deutschen Verwaltung und wenn du sagst, na ja man kann dann eigene Fachverfahren dadrüber erstellen.
Ähm braucht man ja gewisse Programmierkenntnisse, etwas, was.
Deutschen Verwaltungen, gerade in den kleineren Verwaltungen. Ähm die Kolleginnen und Kollegen ja für ordentliche Herausforderungen stellt, weil die in der Regel dort ja auch nicht vorhanden sind. Wie geht ihr denn.
Diese Herausforderung um.

Zehra Öztürk:

Also Sophie hat’s vorhin schon angedeutet. Wir haben zwei Nutzergruppen. Wir haben einmal die Anwender einer fertigen Anwendung die erstmal gar keine haben ihr Kenntnisse brauchen und da unsere Oberflächen so einfach und gleichartig gestaltet sind äh und wir haben auch ganz viel Wert auf das ganze Thema Usability und Barrierefreiheit gelegt, so dass wir wir an der Stelle einfach glauben, da da wird es nicht viel Unterstützung benötigen und viel Fachkenntnis, also da braucht man Fachkenntnis zu seinem zu seinem Fachverfahren, aber eigentlich keine IT-Kenntnis um dieses Fachverfahren bedienen zu können, wenn man Excel konnte, dann wird man auch unser unsere Fachverfahren bedienen können.
Das andere Thema ist äh wie entstehen diese Fachverfahren und wie werden die entwickelt und wir bedienen uns hier das Prinzip Low Code ähm das ist ja das Modul-F ist eine Low-Code-Entwicklungsplattform.

Bei wird eben nicht klassische Softwareentwicklung äh getätigt, sondern
es werden dadurch, dass bestimmte Aspekte schon vorentwickelt wurden, äh kann man das ganze Thema ähm Entstehung, Entwicklung einer Anwendung eines Fachverfahrens eher grafisch darstellen. Das heißt, ich muss gar nicht Softwareentwickler sein, ich brauche keine große, lange Ausbildung ähm und ganz viel Softwareentwicklungserfahrung, sondern
Ich muss irgendwie eine Person sein, die eine Grundaffinität gegenüber IT hat ähm und bestimmte Sachverhalte versteht, Prozesse versteht, weiß, was eine Variable ist et cetera. Und solche Personen können wir ausbilden.
Fachverfahren auch zu designen, weil wir sprechen von Fachverfahren designen, weil man im Grunde genau das das tut und dieses dieser Designprozess ist von uns relativ simpel gehalten, weil wir haben eben diese Module, die wir vorentwickelt haben, die bestimmte Funktionalitäten darstellen ähm und die werden dann in so einer Art Baumstruktur zusammengefügt, aber ich glaube, das ist das äh Fachgebiet von Sophie, die kennt sich da ganz gut aus, dann kann da jetzt noch ein bisschen was erklären, wie was zum Beispiel so einzelne Module sind und wie man da am
dann diese zusammenfügen kann, damit es äh gesamtheitlichen Anwendungen ergibt und warum das eben so einfach ist, die dann zusammenzufügen.

 

Sophie Park:

Ich ergänze da gerne. Also man kann sich das so vorstellen, dass wir eine Art Baukasten haben mit ganz vielen Modulen, die man sich dann zusammenklicken kann und ein Modul ist zum Beispiel die Antragsprüfung. Also das heißt, man hat ja einen Antragsprozess, das heißt ein Antrag von einem Bürger, einer Bürgerin geht ein und dann äh muss der die Sachbearbeitung den Antrag prüfen und dafür haben wir natürlich immer wiederkehrende Aufgaben, die so ein Fachverfall erledigen muss, also zum Beispiel so eine Vieraugenprüfung oder das muss noch ein anderer Fachbereich mit eingebunden werden. 

Was vielleicht auch noch ein gutes Beispiel ist, was sehr oft auftaucht in Verwaltung ist die Bescheiderstellung. Oder auch andere Dokumente, die in Verwaltung immer wieder gebraucht werden. Das heißt, hier bräuchte man auch nicht mehr seine Word-Vorlagen, die man vielleicht noch nebenbei immer offen hat, sondern das Ganze kann man dann auch in der Anwendung eben abbilden.

Und Module kann man konfigurieren, das heißt, da sind wir grade dabei, auch noch zu schauen, was sind alles die Konfigurationsmöglichkeiten, die gebraucht werden, damit möglichst viele sich dadurch auch ein passendes Fachverfahren bauen können und da kann man dann bis auf
sage mal Felderbasis runtergehen und wirklich sagen, für mein Fachverfahren brauche ich das Feld Telefonnummer nicht oder das Feld Nachname muss Pflichtfeld sein. Also da hat man wirklich sehr viel Möglichkeiten individuell und auch relativ einfach sein Fachverfahren zu konfigurieren.

 

Zehra Öztürk:

Und um da nochmal wirklich auf deine Frage auch einzugehen. Ähm deshalb sind wir der Meinung, dass eben nicht jeder anfangen sollte, plötzlich Fachverfahren zu erstellen, sondern dass man gucken sollte, dass
ein, zwei Personen in der Verwaltung ähm geschult werden von uns mit entsprechender Unterstützung äh und dann auch häufiger so etwas machen, weil für uns aus unserer Erfahrung auch je häufiger man etwas anwendet, desto besser wird man auch darin. Und dann kommt
der der tatsächliche Mehrwert zum Tragen, weil man eben diese Fachverfahren auch deutlich schneller erstellen kann und besser weiß, ähm wie man mit Fehlern umgeht und wie man das Ganze handelt. 

Und weil wir die ganze Lösung eben von vornherein nicht nur für einzelne Verwaltungen gedacht haben, sondern gesagt haben, das soll
für viele genutzt werden äh können, ähm haben wir auch so ein bisschen die Hoffnung, äh dass gute Anwendungen, gute Fachverfahren, die in einer Verwaltung entstehen und eventuell auch von anderen Verwaltungen genutzt werden können auch dann direkt an andere weitergegeben werden können. Weil auch auf diese Art und Weise können wir natürlich dieses Thema Entstehung von Fachverfahren Expertise für die für die Erstellung von Fachverfahren so ein bisschen auf die Schultern von vielen verlagern.
Wir haben so ein bisschen die Vision, dass wir irgendwann zu einer Community hinkommen, die dann auch sich bei dem Erstellen von Fachverfahren austauschen, Tipps geben, und ähm eventuell sagen, hey, guck mal, ich habe hier schon was Tolles gebaut. Ähm nutzt es doch einfach äh auch.


so ist ein bisschen die Idee von Modul-F und das, wo wir gerne irgendwann hinkommen möchten und so glauben wir auch, ähm dass es zu einer nachhaltigeren Lösung insgesamt für Verwaltung werden kann und eben nicht die Last des wie komme ich an Fachpersonal, wie gestalte ich das Ganze eben auf dem Rücken von nur einer Verwaltung liegen muss, sondern dass das auch etwas ist, was für uns gemeinschaftlich teilen.

 

Felix Schmitt:
Das heißt, ähm für mich war so ein bisschen zusammengEfAsst, ich bin ja selber, äh ich wäre sozusagen Zielgruppe, weil ich auch überhaupt nicht programmieren kann. Ähm das ist im Prinzip eine grafische Oberfläche
wo man per Drag and Drop sich einzelne Module in ein in einen Prozess reinkopieren kann, den dann anpassen kann, definieren kann, welche Daten sollen von wo einfließen, welche Daten sollen wo wieder rausfließen oder wird ein Bescheid erstellt ähm. Oder eine Nachricht oder wird das übertragen an am besten immer an den Kollegen oder die Kollegen.
Es ist die Ebene, die ich die ich mir da vorstelle oder ist das jetzt so ein oder habe ich das jetzt ein bisschen falsch vereinfacht zusammengEfAsst.

 

Sophie Park:

Eigentlich kann man sich das genauso vorstellen, dass man dann visuell sich sein Fachverfahren zusammenklicken kann. Es ist natürlich immer davon abhängig, wie komplex ist eigentlich dieser Prozess oder diese Anwendung, die ich da bauen möchte und grade wenn es eine einfache Anwendung ist, die zum Beispiel nur ein, zwei Schnittstellen hat, ist es natürlich viel einfacher, das Fachverfahren zu bauen, als wenn ich einen etwas komplexeres Fachverfahren mit mehreren Schnittstellen habe. Und auch die Anzahl der Konfigurationen, die man noch vornehmen muss, das hängt natürlich sehr davon ab, was es für ein Prozess ist.
Wir bieten aber dann auch in Zukunft unterschiedliche Schulungen an, das heißt ähm von Kurzschulungen bis etwas umfänglichen.
Nachdem was man sich da wünscht und was man auch braucht.

 

Zehra Öztürk:

Genau, weil es gibt eben diese einfachen Bausteine von uns vorgefertigt und mit diesen vorgefertigten Standardprozessen, ähm von dem wo wir einfach geguckt haben, was sind so die gängigsten Use Cases, die immer wieder auftauchen, was sind die Gemeinsamkeiten? Das sind so Dinge, die wir schon vorgebaut haben, vorgedacht haben. So etwas lässt sich ganz einfach erstellen und wäre dann auch ähm Felix, ich glaube, dich würden wir dazu bekommen, dann auch in kurzer Zeit äh deine Anwendung damit erstellen zu können. Aber man kann eben auch komplexere Sachen durchaus mit dem Ganzen gestalten, weil am Ende des Tages ist es eine Entwicklungsplattform, auch wenn es eine Low-Cop-Entwicklungsplattform ist, das bedarf dann eben aber nur ein wenig mehr Expertise, ein bisschen mehr IT-Affinität und die Plattform gibt aber die Möglichkeit mit her und das soll auch ähm bei Modul-F eben alles mit vorhanden sein für die, die dann doch mal den ein oder anderen komplexeren Schritt da noch mit einbauen müssen, weil wir eben wissen dass es je nach Use Case doch auch mal etwas geben kann, was wir vielleicht noch gar nicht als Modul vorgedacht haben oder wo wir noch nicht äh gemerkt haben, dass das ein grundsätzlicher Bedarf ist und das Modul eventuell erst später kommt. Äh und so was kann man sich dann auch gegebenenfalls selber dazu bauen äh und äh dazu gestalten.

 

Felix Schmitt:


Du hattest vorhin auch noch zwei ähm ganz wichtige, wie ich finde, Schlagwörter mit äh mit reingebracht. Das eine ist Community und das andere ist Nachnutzung. Community hat man, glaube ich, so ein bisschen, hast du jetzt, glaube ich, auch schon sehr gut ja auch erklärt. Es geht da drum, dass man auch voneinander lernen kann, also nicht nur im Rahmen von Schulungen, sondern auch von den Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen. Aber du hast auch Nachnutzung erwähnt und das ist ja etwas, da weiß ich, äh da werden ganz viele Verwaltungen ganz schnell hellhörig, ähm weil das ja gerade über den über den Fitstore zum Beispiel und die ähm Möglichkeit OZG Leistung ähm in irgendeiner Form meistens nicht sehr einfach nachnutzen zu können. Wie habt ihr das denn bei euch geregelt? Wie kann man denn dazu kommen, wenn man merkt, okay, wir wollen auch Prostituiertenveranstaltungen bei uns mal durchführen? Wie macht man das? Also ist das äh gibt’s eine Bibliothek sozusagen, wo man sich dann ein entsprechendes Fachverfahren einfach anschaut und eventuell nochmal hier oder da den oder das das Feld irgendwie ändert. Wie funktioniert bei euch das Thema Nachnutzung

 

Zehra Öztürk:


Also äh das ist ein bisschen komplizierter als bei Onlinediensten, weil wir hier eben Fachverfahren haben, die ähm eine andere Form von Sicherheitsbetrachtung, von Datenverarbeitung et cetera haben
Deshalb ganz so äh wie bei Onlinediensten funktioniert es nicht, aber
doch sehr ähnlich. Wir nennen das auch EfA-Fachverfahren. Ähm wir bedienen uns also dieser Begrifflichkeit, die es eben in Verwaltung schon schon etabliert gibt.

 

Und wir nehmen mal ein anderes Beispiel. Wir nehmen mal das Thema denkmalrechtliche Genehmigung, weil das tatsächlich, wie wir festgestellt haben, äh ein Thema ist, was auch von anderen Bundesländern berötig wird. Das ist gestartet als ein use case bei uns in Hamburg, wo unsere Kulturbehörde gesagt hat, hey wir haben da noch nichts und wir hätten da super gerne ein Fachverfahren, mit dem wir eben unsere Anträge auf denkmalrechtliche Genehmigungen bearbeiten können und da haben wir ein entsprechendes äh Fachverfahren jetzt gebaut und das nehmen wir auch gerne als Beispiel ähm für unsere Präsentation und bei den unterschiedlichen Präsentationen, die wir dann so gemacht haben im Verwaltungskontext, haben uns schon einige unterschiedliche Verwaltungen
nicht aus Hamburg eben angesprochen und gesagt, hey das ist doch super, das das würden wir auch Nutzen und können wir das nicht auch einfach nutzen und dann haben wir gedacht, Cool, das nehmen wir dann als als EfA-Fachverfahren direkt. Und was bedeutet das? Ähm wir haben vor, die Plattform ähm da sind wir gerade mit der Govdigital in Verhandlung, weil wir das Ganze möglichst einfach nutzbar machen möchten für andere Verwaltungen. Das heißt, wer digital darüber was beziehen kann, könnte dann auch äh Modul-F beziehen und dort wollen wir ein relativ mit einem simplen Konstrukt starten, um erstmal zu gucken, funktioniert das in der Form, wie wir uns das gedacht haben und wir haben uns gedacht, na ja, entweder man pickt sich dort ein EfA-Fachverfahren aus, was man nutzen möchte, oder man ähm man wählt, dass man selber ein Fachverfahren erstellen möchte.
Egal welchen Weg man wählt, man braucht immer so ähm als als Basis braucht man die Modul-F Plattform, weil ohne geht’s leider ähm nicht
und das kann man dann entsprechend über Govdigital dann beziehen und äh und jedes Fachverfahren, was von uns dann als EfA-Fachverfahren mit hinzugefügt wird, ist dann quasi im Katalog dann auch für alle Verwaltungen nutzbar.

 

Und zumindest am Anfang werden wir das so machen, dass die EfA-Fachverfahren von uns eingestreut werden, weil das hat eben mit diesem Aspekt Sicherheit und Betreibbarkeit et cetera zu tun. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ihr da ein gutes Konstrukt finden werden wir sicherlich auch einen Weg wählen, wo wir mehr in diesen Austausch kommen und in dieses freies ähm äh Austauschen unter den Verwaltungen selbst ähm hinkommen können. Ähm das können wir zum jetzigen Zeitpunkt so
wie die Lösung geplant ist noch nicht machen, aber jeder kann dann sagen, hey guck mal, ich habe hier ein Fachverfahren, bitte streut das mal als äh EfA-Fachverfahren ein und dann würden wir das quasi direkt so mit aufnehmen, ähm nachdem wir einmal kurz geprüft haben, ob es denn auch als Software-as-a-Servicelösung so funktionieren kann. 

 

Felix Schmitt:

Heißt für die Kommunen sind im Prinzip ja dann zwei Quellen wichtig. Also einmal Modul-F ähm selber als als Basis ähm vielleicht da mal die Frage, wo bekomme ich das eigentlich her.

Sophie Park:

Vielleicht noch ergänzend, genau, wir hatten ja schon äh den Fit Store hattest du ja schon in den Raum geworfen. Ähm das heißt Govdigital Marktplatz ist auch natürlich mit dem Fitstore verknüpft, sodass
wenn Kommunen schon mit dem Fitstore eine vertragliche Verbindung haben, das auch sehr einfach ist, dann Govdigital-Marktplatz zu nutzen und dann eben auch Modul-F darüber zu beziehen.

 

Felix Schmitt:
Ähm das heißt, wenn wenn ich also Modul-F beziehen will, dann gehe ich auch da in den Govdigital-Marktplatz rein, richtig.

 

Zehra Öztürk:
Ja genau, das ähm hat damit zu tun, dass wir als Verwaltung ähm natürlich auch verpflichtet sind, bestimmte äh Rahmenbedingungen, vergaberechtliche Rahmenbedingungen einzuhalten und äh wenn äh
wenn Verwaltung sich direkt an uns wenden würden, müssten wir jedes Mal an einzelnen Direktvertrag machen, was den Aufwand so immens gestalten würde, dass wir gesagt haben, naja gut, mit dem digitalen Marktplatz haben wir hier eine Lösung, die schon genau das abdecken soll, die genau dafür da sein soll, weshalb wir gesagt haben. Wir möchten gerne über diesen Weg gehen und das Ganze über diesen Weg anbieten.

Sophie Park: Vielleicht noch ergänzend. Ähm man kann natürlich vorab sich, wenn man Fragen hat zu Modul-F und sich informieren möchte.
Unser Informationspaket auch auf der Homepage noch erweitern und noch ganz viele Informationen zur Verfügung stellen und bieten auch immer regelmäßig Veranstaltungen an, digitaler Art oder auch vor Ort, wo man sich natürlich auch direkt mit uns austauschen kann und über Modul-F informieren kann. Also da sagen wir natürlich nicht, ähm ne
geht in den Govdigital Marktplatz und da kriegt ihr alle Infos alleine, sondern man kann sich natürlich auch direkt an uns als Projekt wenden. Wir haben jetzt schon ganz viel ähm über das Onlinezugangsgesetz gesprochen, ohne es aber wirklich mal so spezifisch auch äh benannt zu haben. Vorhin erwähnt, ich glaube Zehra, du hattest es ja auch gemacht. Das geht ja eigentlich nicht darum, hier sozusagen OZG konform zu werden über Modul-F, sondern die Verwaltung zu digitalisieren. Ähm
wo seht ihr euch denn da grade auch im Verhältnis zu den schon bestehenden Fachverfahrensherstellern? Also ich denke jetzt bei euch im Norden natürlich vorrangig zum Beispiel an die Dataport, die ja auch eigene Fachverfahren auch anbietet ähm seht ihr da Modul-F? Grundsätzlich immer als eine Ergänzung zu bestehenden Fachverfahren oder ist es so aufgebaut, dass man theoretisch auch bestehende Fachverfahren, die einem vielleicht nicht passen, ähm darüber auch ersetzen kann? Also was ist so ein so ein bisschen das Verhältnis von Modul-F zu den vielen, vielen Fachverfahrensherstellern, die es in Deutschland ja gibt.

 

Zehra Öztürk:

Also erstmal ist es eine Ergänzung dazu, weil wir haben ja nicht gesagt ähm boah es gibt unfassbar tolle Fachverfahren aufm Markt. Auf die haben wir aber keine Lust. Deshalb bauen wir jetzt Modul-F. So sind wir ja nicht an die Sache herangegangen. Wir kommen ja selber aus Verwaltung. Das heißt, wir sind von einem Bedarf heraus gestartet und haben geguckt, ähm wo haben wir eigentlich eine Baustelle, wo wir aus unserer Sicht etwas tun müssen, wo
wo wir einfach vom Markt noch nicht in der Form bedient werden. Ähm und so sind wir an die Sache herangegangen. Das heißt, wir versuchen mit Modul-F eine Lücke zu schließen ähm wo aus unserer Sicht Fachverfahrenshersteller, wo aus unserer Sicht Dataport et cetera eben noch keine guten, umfänglichen Lösungen angeboten haben, zumindest keine, die für Verwaltung bezahlbar wäre. Und da sind wir herausgestartet und wir sind mit der Idee gestartet etwas zu machen, was eben nicht von einem einzelnen Anbieter kommt, sondern eine Lösung von Verwaltung ist für Verwaltung.

Also eben auch nicht für ein Bundesland, für eine Verwaltung, sondern wir wollen hier die Mehrwerte von gemeinsamer Nutzung, von gemeinsamer
gemeinsamen Wissensaustausch mit zum Tragen kommen lassen, was eben nicht funktionieren würde, wenn man das über einen Hersteller gestaltet, zumindest nicht in der Form, wie wir das jetzt gemacht haben
das das ist das, wo wir herkommen, weshalb wir einfach nicht glauben
dass wir irgendwem auf dem Markt etwas wegnehmen, weil Verwaltung ist groß genug und hat ein Riesen Riesenbedarf an Digitalisierung, sodass wir unsere Lösung als eine gute Ergänzung im Gesamtportfolio für Digitalisierung sehen und.

Wir kommen eben aus unserer Tätigkeit heraus, aus einem Bereich, wo wir zu neuen innovativen Lösungen beraten und da versuchen wir auch nicht auf Krampf immer unsere Lösung an den Mann an die Frau zu bringen, sondern wir gucken je nach Bedarf, was ist denn hier jetzt das Beste und das kann Mal Modul-F sein, das kann mal eine Bestandslösung aufm Markt sein, das kann mal etwas sein, was in Verwaltung schon genutzt wird. Es kann sogar mal sein, dass wir sagen, hey bleibt hier bitte lieber bei eurem Excel, damit seid ihr, glaube ich, schon glücklicher als mit allem, was wir euch bieten können. Ähm insofern, es ist jetzt eine klassische Beraterantworte und das tut mir wirklich leid, aber es kommt drauf an, was man wo, in welchem Fall am besten nutzt äh und trotzdem glauben wir, dass Modul-F eben etwas ist, was gebraucht wurde.
Ähm und der Zuspruch, den wir im letzten Jahr noch während wir eben in Entwicklung waren, wo es noch überhaupt keine fertige Lösung gab, äh haben wir schon ganz viele Bedarfe und und Ideen und Anregungen bekommen, was wir noch machen können, weshalb wir einfach glauben, dass wir hier wirklich eine Kerbe einschlagen, die die so ein bisschen die die Fortsetzung des OZG ist, wo es jetzt um den internen Bereich geht.

 

Felix Schmitt:
Ich will nochmal ganz kurz auch dabei bleiben. Ähm vielleicht mal so.
Blick in die ähm eher kleineren Kommunen ja auch werfen. Ähm da gehört Hamburg nicht dazu. Ähm aber also ein bisschen weit von entfernt, aber um euch drumherum gibt’s ja auch ein paar kleinere Kommunen. Oft ist es da ja so, hatten wir jetzt ja schon zwei oder dreimal und du hattest das jetzt ja auch wieder erwähnt, das Thema Excel ist halt weiterhin ein durchaus ernstzunehmender Konkurrent beim Thema Fachverfahren. Nichtsdestotrotz sind ja auch dort ganz viele Fachverfahren in den Verwaltungen vorhanden, die in irgendeiner Form OZG konform gemacht werden müssen. Also jetzt nicht die Bearbeitung im Backoffice sondern zumindest das was vorne passiert. Und da macht es ja Sinn gemeinsam zu denken, aber wie würde denn eine kleine Verwaltung hier vorgehen, wenn sie sagt, okay, wir wollen jetzt, wie vorhin mit der Denkmalpflege zum Beispiel, oder nehmen wir mal ein anderes Beispiel, Anwohnerparken oder Anwohnerparkausweis, der bisher über drei Fachverfahren geregelt wird. Also da müsste auf jeden Fall mal das KFZ-Wesen angeschlossen sein. Es muss angeschlossen sein das Einwohnermeldewesen, dann noch irgendeine Datenbank, dass die Leute das auch bekommen haben.

Wie würde man das denn machen, wenn man sagt, das wollen wir jetzt an dieser Stelle digital anbieten und die verschiedenen Fachverfahren auch, miteinander vernetzen. Seid ihr da bei Modul-F so angeschlossen, dass man im Prinzip eigentlich nur noch ein Formular vorne drauf packen muss
und alles andere wie zum Beispiel die die Bund-ID oder ein anderes Servicekonto, Bezahlen und so weiter, kann man bei euch anschließen?  Oder schließt man das dann an sozusagen an das Frontend an, wofür es ja auch Lösungen gibt.

Sophie Park:
Genau, ähm passenderweise, Anwohnerparken hat uns auch schon erreicht als Frage aus den Kommunen, ob wir das nicht auch schon als Fachverfahren mitdenken, was natürlich gerade bei Kommunen der große Vorteil ist und auch unsere Hoffnung, dass wir eben auch viele Fachverfahren finden, die durch viele Kommunen auch ähm genutzt werden wollen. Das heißt, wir suchen eben jetzt vor allen Dingen, wenn wir dieses Jahr starten, auch mit dem Roll-Out in Kommunen diese Fachverfahren, die von ganz vielen ähm Kommunen genutzt werden, also diese EFA-Fachverfahren, von denen sie da gesprochen hat und da wäre so was wie Anwohnerparken oder auch Denkmalantrag natürlich super praktisch, dass wir das direkt mit umsetzen. Und wenn wir dann für dieses Fachverfahren entweder ein Template bereitstellen oder das Fachverfahren sogar 1 zu1 so nachgenutzt werden kann, dann ist der Aufwand für die Kommune sehr gering. Also da muss die Kommune ja nur sagen, noch ein paar Konfigurationen am Fachverfahren ein bisschen Schnittstellenänderungen, andere Nutzer und dann ist das Fachverfahren theoretische lauffähig.

 

Felix Schmitt:

Das heißt, da werden wir den Fokus vor allen Dingen auch in den Kommunen drauflegen, genau diese Fachverfahren schon vorweg zu entwickeln. Ist da dann auch schon äh sozusagen das äh die Eingabemöglichkeit äh und das äh und der Anschluss zum Beispiel an die Servicekunden auch schon möglich oder bräuchte man dafür dann nochmal eine zweite Lösung?

 

Sophie Park:
Genau das kommt jetzt erst Stück für Stück mit. Dieses Jahr ist auch unser Schnittstellenjahr haben wir gesagt, weil wir uns vor allen Dingen darauf fokussieren, welche Schnittstellen machen denn auch Sinn auch
Bundesweit als Standards zu nutzen und natürlich wird dann sowas wie äh Bund ID, Nutzerkonten, die in mehreren Ländern genutzt werden oder auch auf Bundesebene, die werden wir jetzt dieses Jahr auch schon direkt mitentwickeln, dass man das auch schon direkt mit installieren kann und entwickeln kann bei seinem Fachverfahren und alles, was dann noch übrig bleibt an äh spezifischen Schnittstellen die Fachverfahren, die zum Beispiel nur in einer Kommune oder in einem Land genutzt werden, da muss man dann individuell noch mal die Schnittstelle konfigurieren. Wir versuchen, wie gesagt, alles, was durch mehrere nachnutzbar ist und Sinn macht, auch einmal zentral durch uns zu entwickeln und das eben auch integrierbar zu machen.


Und man kann im Zweifel den Antrag jetzt am Anfang noch nicht 1 zu 1 einlesen, dann übernimmt der automatisch alle Felder, die dort sind und so weit sind wir noch nicht. Den Wunsch haben wir natürlich auch schon bekommen, aber es ist natürlich sinnvoll, Hand in Hand direkt den Onlinedienst anzuknüpfen. Manchmal wie bei uns zum Beispiel beim Denkmalprozess, wird der Onlinedienst gerade auch noch gebaut und da gucken wir natürlich zeitgleich, was ist eigentlich im Online-Dienst, was sind da für Felder, die eingegeben werden müssen für einen Bürger und was soll dann im Fachverfahren auch abgebildet werden.

 

Zehra Öztürk:

Weil was man manchmal vergisst, so wie wir auch auftreten. Wir sind ja relativ selbstbewusst in unserem Auftreten. Ähm was man aber manchmal vergisst, ist, dass es Modul-F, das Projekt selber hatte eine Gesamtlaufzeit von anderthalb Jahren jetzt. Das heißt, äh wir hatten anderthalb Jahre, um einmal diese technische Basis zur Verfügung zu stellen, eine Lösung zu schaffen, die schon nach diesen Modulen modularen Prinzip funktioniert, aber eben auch alles drumherum, das organisatorische, die Nachnutzung, wie soll das überhaupt funktionieren, wie soll das rechtlich funktionieren
eben das Ganze eben auch mitzugestalten und ähm das klingt viel vielleicht eineinhalb Jahre, aber es ist gar nicht so viel. Das heißt, ein bisschen Nachsicht müssen wir hier ein bisschen realitätscheck müssen wir schon machen. Die erste Version bietet schon einiges von Modul-F, mit der wir jetzt bald starten werden, aber sie kann noch nicht alles. Und es ist auch keine eierlegende Wollmilchsau. Sie wird auch nicht alles können, als werden nach und nach immer weitere Funktionalitäten, die eben von vielen Verwaltungen gebraucht werden hinzukommen und werden stückweise von uns ergänzt werden. Je nach Bedarfslage und nach Meldung, die wir bekommen. Und um insbesondere auf diese kommunalen Bedarfe einzugehen, weil du hast es ja gesagt, Hamburg ist jetzt nicht unbedingt das Vorzeigeschild, wenn es um äh kommunale Bedarfe et cetera geht. Also wir haben auch unsere kommunale Ebene, aber die ist eben dann doch ein bisschen anders als in anderen Bundesländern. Aber weil wir’s eben als unsere Pflicht sehen, als Projekt, die mit so einer Lösung gestartet sind, auch insbesondere auf die kommunale Ebene einzugehen, weil wir glauben, dass hier der größte Mehrwert geleistet werden kann, haben wir nochmal einen extra Projektantrag gestellt über die Fitko, ähm der auch bewilligt wurde, ähm über den IT-Planungsrat. Und werden ein Projekt starten jetzt im zweiten Quartal, wo wir uns explizit nur auf den kommunalen Bereich fokussieren und auf die Bedarfe im kommunalen Bereich. Wir wollen hier die gängigsten EfA-Fachverfahren für Kommunen ermitteln und schon mal erstellen, sodass sie nachgenutzt werden können. Wir wollen beim Wissensaufbau und Communityaufbau, aber auch beim Roll-Out mit unterstützen. Ähm und wirklich ganz gezielt ein Projekt machen, wo es nur um Kommunen geht. Unabhängig davon, was wir jetzt in unserem Hauptprojekt Modul-F noch weiter gestalten und weitermachen, ähm um so quasi dieser größten Zielgruppe aus unserer Sicht nochmal gerecht zu werden und zu schauen, was bräuchten wir da denn noch für Module, was bräuchten wir denn noch für Anwendung ähm und vor allem was sind die größten Baustellen und Bauchschmerzen, die dort in dem Bereich äh herrschen. Ist das wirklich nur technischer Natur oder brauchen wir vielleicht hier einfach noch mal einen ganz anderen Ansatz zum Thema Prozesse, Prozessaufbau et cetera.

Felix Schmitt:

Also eine Sache haben wir, glaube ich, noch gar nicht so richtig ähm rausgearbeitet. Modul-F ist ja jetzt nicht irgendwie privat organisiertes ähm Projekt, was ihr jetzt umsetzt, sondern das ist ja aus der Verwaltung für die Verwaltung. Habt ihr da Erfahrungen mitgewonnen, wie anders sich das vielleicht auch darstellt, wenn man so eine Plattform versucht aufzubauen und das Ganze mit einer Verwaltungsbrille, die man ja dann
zwangsläufig ja auf hat, versucht zu bauen, als wenn das vielleicht
anders laufen würde und das Ganze würde extern hergestellt, produziert und auch vertrieben werden?

Zehra Öztürk:

Ich bin ja schon über 12 Jahre in Verwaltung, das heißt ich habe auch schon Produkte für Verwaltung mit ausgewählt und äh wir haben die eingeführt bei uns in der Hamburger Verwaltung ähm so dass ich glaube äh dass ich die Unterschiede schon ganz gut beschreiben kann. Wir haben bewusst hier gesagt, dass wenn wir das machen mit Modul-F wie eben nicht einfach einen Auftrag an irgendein externes Unternehmen geben und sagen, hier macht das mal für uns und ähm schaut, dass das dann funktioniert, weil eben dann ganz stark dieser kommerzielle Aspekt mit reinkommen würde in das Ganze und ähm die Verwaltungsbedarfe eben nicht so bedacht werden würden, wie’s aus unserer Sicht eben wichtig ist. 

Wir kommen aus Verwaltung, Sophie kommt aus Verwaltung, ähm alle
alle leitenden Aufgaben bei uns im Projekt sind von  Verwaltungsmitarbeitern besetzt und das soll auch in Zukunft so sein.
Genau aus diesem Grund, dass wir eben anders an die Sache herangehen, dass wir Verwaltungsbedarfe anders bewerten, anders betrachten, dass wir Bedarfe anders bewerten, betrachten, als es vielleicht ähm in der freien Wirtschaft ein Unternehmen tun würde. Wir als Verwaltung versuchen eben auch so ein bisschen zu schauen ähm wo sind wir eben nicht so individuell wie wir immer glauben zu sein. Wo haben wir Gemeinsamkeiten? Ähm was ist tatsächlich was also wir wir arbeiten ja in Verwaltung. Das heißt wir kennen auch die
Bauchschmerzthemen. Ähm wir wissen halt, äh äh was was vielleicht relativ komplex klingt, aber was man simplifiziert, anders gestalten könnte, ähm um daraus eine gemeinschaftlichere Lösung zu gestalten. Ähm und wir arbeiten halt komplett nicht kommerziell und nicht im Interesse mit der ganzen Lösung Geld zu verdienen äh und äh die Lösung soll eben äh eine sie soll sich die Kosten natürlich decken langfristig. Aber wir wollen eben kein Gewinn damit erzielen, sondern wir wollen eine Lösung schaffen, mit der wir eben dieses große Bauchschmerzthema bei uns in Hamburg und wie wir jetzt auch festgestellt haben, in anderen Verwaltungen, nämlich diese kleinen Use Cases, die so die so keinen interessieren, aber echt nervig im Arbeitsalltag sind, dafür wollen wir gerne Lösungen schaffen.

Und ich glaube schon, dass das einen Unterschied macht, dass wir aus Verwaltung sind, weil wir auch mit den Dienstleistern, wir haben viele Dienstleister im Boot, übrigens auch bunt gemischt, weil wir nicht
ähm weil wir nicht nur mit einem Dienstleister zusammenarbeiten wollen, um hier auch eben unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven in das Projekt mit reinzubringen, ähm aber gefühlt glaube ich nicht, dass wir in anderthalb Jahren das erzielt haben könnten, was wir jetzt erzielt haben, wenn wir’s einfach an einen Dienstleister gegeben hätten und gesagt haben, mach mal, sondern ich glaube, dass es hier den Nachdruck und den
und die Power gebraucht hat, äh die Verwaltung hier mit in das Ganze reingebracht hat.

 

Felix Schmitt:


Sophie, du hattest vorhin schon mal ähm gesagt, für euch ist dieses Jahr das Jahr der Schnittstellen. Ähm das heißt, ihr wollt dieses Jahr gerade ganz viel anschließen, viele Brücken auch ermöglichen. Kannst du mal beschreiben, was dir denn sonst noch bei Modul-F in der Pipeline habt, worauf man sich vielleicht in den nächsten Monaten bei euch erfreuen kann.

 

Sophie Park:
Genau, also nicht nur das Jahr der Schnittstelle, sondern auch, aber vor allen Dingen das Jahr des Roll-Outs, wo wir überhaupt mit der Umsetzung und Einführung von Modul-F beginnen. Weil noch ist ja Modul-F gar nicht produktiv im Einsatz. Das heißt, wir werden jetzt äh im ersten Quartal erstmal unsere bisherigen Pilotfachverfahren auch produktiv setzen
Das ist einmal beim Bund ein Antragsprozess und einmal eben der genannte Denkmalprozess in Hamburg. Und werden alles vorbereiten für die Projekte, die vor allen Dingen dann jetzt ab Quartal zwei starten. Das heißt, das kommunale Projekt, was natürlich für die Zuhörerinnen und Zuhörer hier besonders relevant ist. 

 

Und wir haben aber auch noch ein Projekt auf Bundesebene und es gibt natürlich noch Hamburg als selber nutzendes Land und die anderen Bundesländer. Also es heißt Rollout und Einführung ist das große Thema. Und diesen Fachverfahrens-Editor heißt der bei uns, also das, womit die Fachverfahren am Ende designt werden. Den werden wir jetzt noch weiterentwickeln und der soll natürlich dann auch rausgehen. Das heißt, wir bereiten grade vor allen Dingen die ganzen Schulungen vor. Wie können wir auch wirklich schnell und einfach befähigen, und ähm genau, machen natürlich jetzt auch noch ganz viel an Vorbereitungen, was eben noch an Informationen alles noch nicht zu finden ist, weil uns erreicht natürlich auch sehr, sehr viele Anfragen, wo wir grade kaum hinterherkommen. Was sind jetzt eigentlich genau die Module, die schon umgesetzt wurden und was soll denn da noch kommen. 

Was man auf jeden Fall schon mal sagen kann da, wo der Schuh auch am meisten drückt, sind natürlich Antragsprozesse, die momentan aus der OZG Umsetzung resultieren, wo vorne ein Onlinedienst dran ist und da können wir mit den Modulen, die wir schon haben, sehr einfach ein Fachverfahren abbilden und neben diesem Antragsprozess gibt’s natürlich aber noch ganz viele andere Prozesse in Verwaltung, die relevant sind, auch interne Prozesse, also Modul-F muss ja vorne dran keinen Onlinedienst haben, sondern kann auch komplett intern sein.


Beliebtes Beispiel ist zum Beispiel Reisekostenabrechnung. Also da müssen wir auch nochmal schauen, was sind eigentlich wirklich die Bedarfe bundesweit und was sollen wir noch umsetzen.

Felix Schmitt:

Habe ich das so richtig verstanden, äh also als Kommune kann ich. Spätestens am 1. April und wahrscheinlich keinen Tag später ähm dann bei euch loslegen oder gibt’s da noch kein echtes, klares definiertes Startdatum, gerade was die Kommunen angeht.

 

Zehra Öztürk:


Sind ja richtig investigative Fragen hier. Ist auch ist auch richtig so. Also wir haben uns tatsächlich vorgenommen zu Ende März möchten wir mit der Lösung an den Start gehen, also spätestens wie du sagst am 1. April möchten wir soweit sein. Können’s jetzt noch nicht ganz abschätzen, weil wir ein, zwei äh Faktoren haben, die wir nicht beeinflussen können, ähm wo wir einfach auf andere warten müssen, äh ob das dann alles so funktioniert. Wir werden mit Nachdruck an der Sache dran sein, damit das funktioniert, ähm weil wir natürlich gerne mit unserer Lösung einfach auch mal starten wollen, weil wir gucken wollen, was funktioniert gut, was funktioniert eben noch nicht so gut. Wo müssen wir uns noch verbessern.


Insofern ist schon der Plan, dass wir dann äh an den Start gehen und äh hoffentlich dann möglichst viele Verwaltungen schnell anbinden können, aber auch hier muss ich einmal noch mal kurz realistischeine kleine Einschränkung hinzufügen. Es werden nicht alle sofort auf Knopfdruck freigeschaltet werden können, weil eben doch nochmal, hier geht es um eine Fachverfahrenslösung, hier geht es um eine Plattform auch wenn es Software-as-a-Service ähm ist beziehungsweise als solche Lösung gedacht ist, müssen wir natürlich schauen, dass das in die jeweilige IT-Landschaft äh
der nutzenden Verwaltung mit reinpasst und rein äh und die entsprechenden Freischaltungen auch gestaltet werden können, sodass sie die Plattform nutzen können und das dauert im Zweifelsfall einfach nochmal
Beratungszeit ähm und äh und auch nochmal technische Prüfzeit, äh sodass wir schon wahrscheinlich eine Pipeline haben werden, wo wir dann nach und nach möglichst viele Verwaltungen äh freischalten können. Aber wer’s frühzeitig nutzen will, es lohnt sich, sich einfach bei uns zu melden und zu sagen, hey hier wir sind interessiert und äh wir würden das Ganze gerne nutzen, weil wen wir schon in die Pipeline aufnehmen können, den nehmen wir schon auf.

 

Felix Schmitt:


Alles klar. Also die Informationen, wie man euch erreichen kann, ähm wo man auch mehr Informationen über Modul-F ähm erhalten kann, ähm gibt’s auch in den Shownotes zum Nachlesen. Äh da packen wir das noch mit rein.
Alles klar, liebe Zehra, liebe Sophie, vielen Dank für das Gespräch. War, glaube ich, sehr informativ. Ich drücke euch die Daumen, dass in diesem Jahr auch alles gut geht, was ihr euch noch vorgenommen habt, denn ich glaube, ihr habt da wirklich einen eine Lücke entdeckt
bearbeitet und ähm füllt sie jetzt die wirkliche Nachfrage auch wirklich äh hat, denn das ist etwas, was er ähm ich rede jetzt wieder aus der Perspektive der kleineren Kommunen oftmals ja auch wirklich nicht bearbeitet werden kann. Also da drücke ich die Daumen, dass alles klappt, dass der Zeitplan hält, ja auch aus dem öffentlichen Dienst mal was gewohnt. Ähm wie wie so Zeitpläne sich entwickeln können.

 

Zehra Öztürk:

Also  unseren Projektzeitplan konnten wir halten. Verrückt, das also das ähm sollte man vielleicht an der Stelle auch noch mal erwähnen. Ist ja auch nicht selbstverständlich nee und da sind wir auch stolz drauf.

 

Felix Schmitt:
Genau ähm dann wünsche ich euch damit viel Glück. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid und dann bis zum nächsten Mal.